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Über uns:
Kathrin und Thomas

Wieder zu Hause:
Die schwäbische Reintegration

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Die Reise geht zu Ende
 
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Kathrin Stauch JUMPmail schreiben

Wir treffen Kathrin, 32, schnurrend auf dem Sofa in ihrem warmen Terrarium. Es ist 20:15 Uhr, keiner ahnt, welche Gedanken in ihrem Köpfchen hinter den Ohrstöpseln kreisen: Wo gibt es Globetrotter-Schnäppchen, Deko für das Abschiedsfest, JUMPmails - QUAKcards - NATTERforen ...

Für uns hat sie das Terrarium in eine Blumenwiese verwandelt und serviert ein opulentes 5-Näpfe-Menu:
 

Wie kann man in Zeiten drohender Arbeitslosigkeit, SARS-Viren und Irak-Bomben an eine Weltreise denken?
Risiko! Ich bin irgendwie schon immer sorglos-naiv losgezogen und habe dabei festgestellt, daß die Welt doch größtenteils friedlich und die Menschen freundlich sind. Darauf verlasse ich mich.
Und mein Wackeljob in einer restrukturierenden Firma gab mir eigentlich erst den Grund, einmal auszusetzen und andere Chancen wahrzunehmen. Ich werde der Wirtschaft noch dankbar dafür sein, daß sie derzeit eine schlechte Alternative zur Weltreise ist.

Warum schaust Du so froh und zuversichtlich aus? Worauf freust Du Dich?
Ich mag die Freiheit. Auf Reisen lösen sich die Fesseln des Alltags. Damit komme ich innerlich zur Ruhe, mir geht es gut und ich bin offen für alle Impulse, die die Unstetigkeit und Fremde bietet. Und das ist interessant: Zu spüren, was mich begeistert. Genauso freue ich mich darauf, mit Thomas Gemeinsamkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Die vielfältigen Erlebnisse auf der Reise bergen tolle Erkenntnisse, darauf bin ich gespannt.

Ist die Weltreise ein langer heimlicher Wunsch? Wie bist Du auf die Idee gekommen?
Anfang zwanzig war es mein Traum, mit einem Partner in die Welt zu reisen. Den gab es jedoch nicht, von daher bin ich im Rahmen von Studium und Arbeit 3,5 Jahre in die VR China gegangen. Als ich 1999 wieder in Deutschland landete, verspeiste ich Käseplatten und Wurstsalat und wollte nie wieder weg. Thomas verführte mich mit einem bayerischen Knödel und verliebte sich in meine Abenteuerlust. Und jetzt nach drei Jahren möchte er um die Welt und ich ihn begleiten. Ich bin neugierig auf all die fernen Länder und Menschen, investiere aber eigentlich in unsere Partnerschaft. Die gemeinsamen Erlebnisse werden uns lange amüsieren und Freude bringen. Und das ist doch gut.

Was macht Dich zum großen Globetrotter?
Ich bin ein Möchtegern-Hardcore Shoestring Traveller. Habe eine diebische Freude daran, in klapprigsten Bussen zu sitzen, die nichts kosten, Schweine transportieren und mich weit voran bringen. Ich liebe es, mit nur einem Suppenlöffel universal zu essen und mit meinen Klamotten richtig zu verwachsen. Jedoch alles nur, solange ich nicht friere: Aber dagegen habe ich tolles Equipment eingepackt... Und das Essen soll ab und zu schmecken, dann bin ich glücklich.

Wo liegen für Dich die Herausforderungen in der Fremde?
Ich bereite mich innerlich schon intensiv darauf vor, nur mit kleinem Flämmchen und einem Topf lecker zu kochen. Genauso spannend werden die Outdoor-Nächte auf der spärlichen kleinsten Matte von Term-A-rest. Klar, und in richtig freier Natur mit Gefahren durch Tiere und Krankheitserreger war ich auch noch nie. Da habe ich Respekt, bin aber bestimmt stolz, wenn wir den Amazonas bezwungen haben.

Du hast es Dir in Deinem Terrarium recht nett gemacht! Wie war Dein Alltag bislang, wirst Du ihn vermissen?
Ich fühle mich echt wohl in der Apfelallee. Abends sitze ich super gerne hier auf dem Sofa und lasse mich vom Fernseher einlullen. Das wird mir richtig fehlen. Vor allem sehe ich gerne alle Reports aus Afghanistan und dem Irak. Mich fasziniert der Islam, bin aber doch nicht mutig genug jetzt hinzufahren.
München bietet viel. Ich fühle mich immer ein bißchen gehetzt, um möglichst alles zu machen. Mir bleiben nur die Abende und da bleiben einige Wünsche auf der Strecke: Bauchtanz, Yoga und Malen...
Ich fahre nur S-Bahn und finde inzwischen die Großstadt zu stressig. Auf die Dauer wollen wir hier nicht bleiben, von daher kommt der Break gelegen und geplant.

Danke, Kathrin, für das Interview, wir werden im Laufe des Jahres weitere Fragen stellen. Hast Du zum Schluß noch eine wichtige Botschaft an die terrarum-Surfer?
Wir haben einen heimlichen Zähler auf der Page. Nichts macht uns glücklicher als ihn in die Höhe schnellen zu sehen. Wir wollen uns die größte Mühe geben, aktuell zu berichten. Besucht uns und surft gut!
  im aufbruch