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gerastet:

Warme, wohlriechende
Fleckchen sucht sich der
kleine Feinschmecker zur Rast.

Rundgang durch Wirts-
häuser, Garküchen und
Weinkeller
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erspäht:

Delikatessen
von unterwegs
 
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verschmaust:
Fressbild der Woche

Eine übelschmeckende Speise:
Moqueca aus Salvador de Bahia.

Cholesterinarmes aus den Anden:
Meerschweinspezialitäten

Oaxaca, lugar de siete moles:
Chilli- und Schokosaucen par excellence

Unterirdische Backkultur:
Ein Maori Hangi

Wir schwelgen in Lamm und Kumara:
Die Pacific Rim Fusion Cuisine

Selbstgeangelte Snapper, gedämpft und serviert
 
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Der Maori Hangi
hangi

Neuseelands ursprüngliche Bevölkerung, die Maori, pflegen noch heute stolz ihre Sitten und Gebräuche. Im Gegensatz zu den Aborigines in Australien mischen sie kräftig mit im Geschäft des Tourismus, so freut man sich immer wieder, ein flottes Maori Lied zu hören oder auch ihre Cuisine kennenzulernen.

Regelrechte Maori Restaurants finden sich jedoch nirgendwo, mag daran liegen, daß sich im Asphalt der Städte so schlecht ein Hangi Ofen buddeln läßt.

Das traditionelle Gericht heißt Hangi, es erinnert an Neandertalerküche, denn als Kochgeschirr dient Mutter Natur. Wie obige Skizze erklärt, ist im ersten Schritt ein Feuer zu entfachen. Steine werden darauf 1,5 Stunden geglüht, fertig präpariert für den Erdofen.
Man grabe nun ein Loch in den Boden von ca. 40cm Tiefe. Die glühenden Steine bilden die Unterhitze. Ein paar Liter Wasser auf die Glut gegossen erhalten ein feuchtes Backklima im Erdofen. Die Hangizutaten werden nun nach und nach in das Erdloch gegeben, an unterster Stelle ein Potpourrie von Fleisch: Lamm, Rind, Fisch, Geflügel werden in einen selbstgeflochtenen Korb aus Draht gelegt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Darauf stapeln sich Knollengemüse wie Süßkartoffeln, Karotten oder Parsnip. Ganz oben dann das schnell garende Gemüse, Tomaten, Kohl et cetera.
Mit einem feuchten Tuch wird der Ofen oben abgedichtet, bevor ihn eine Schicht Erde ganz bedeckt und im Boden verschwinden läßt.
...und wenn man so nicht vergißt, daß man was im Ofen hat, sollte man nach einigen Stunden mal nachsehen, wie sich das Festmahl entwickelt hat. Guten Appetit!
  im aufbruch